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Die Golfer und Golferinnen von Golf-rund-um-Düsseldorf freuen sich auf einen Golfausflug nach Katalonien

Die Golfplätze im Norden Spaniens sind für viele deutsche Golfer noch Neuland. Ein Frühlingstour durch diese eigenwillige Region. Von Marc Möller

Das wichtigste Reiseutensil hat den Flug nach Barcelona überstanden. Die schwarze Tasche mit den Golfschlägern liegt auf dem Gepäckband Nummer 14 des Flughafens El Prat zur Abholung bereit. Der Plan: Vier Plätze an vier Tagen spielen – quer durch Katalonien.

1. Tag Real Club de Golf El Prat Platz-Designer: Australiens Golfstar Greg Norman. 45 Spielbahnen. Signature-Hole: Die 17. Spielbahn – das 365 Meter lange Par 4 geht bergauf, mit herrlichem Blick auf das Bergmassiv La Mola. Greenfee: 60 bis 228 Euro.

Auf dem Traumplatz am Rand des Naturparks Sant Llorenç del Munt i l’Obac wird voller Euphorie die 18-Loch-Runde in Angriff genommen, die auch die Golfprofis der European Tour bei der Open de España vom 14. bis 17. Mai spielen werden. Die Demut vor dem kniffligen Meisterschaftsplatz und den pfeilschnellen Grüns wird von Loch zu Loch größer. Wer das Grün mit zwei Putts verlässt, darf das schon als Erfolg feiern – und das gilt für alle Plätze, die in den vier Tagen gespielt werden. „Hola!“ Auf der 16. Spielbahn zischt Pablo Larazabal im Buggy vorbei. Der European-Tour-Spieler ist einer der besten Golfprofis Spaniens und Mitglied im Club El Prat. „Für mich als Profi sind die Trainingsbedingungen hier einfach nur fantastisch“, schwärmt er.

2. Tag PGA Catalunya Resort Platz-Designer: Neil Coles und Angel Gallardo. 36 Spielbahnen. Signature-Hole: Die 12. Spielbahn des Stadium Course – vom erhöhten Abschlag des 385 Meter langen Par 4 hat man einen spektakulären Blick auf die Seen-Landschaft des Stadium Course. Das schwer zu treffende Grün ragt in den See hinein. Greenfee: 65 bis 158 Euro (18-Loch/Stadium Course), 65 bis 128 Euro (18-Loch/Tour Course).

Die Anlage ist mit ihren beiden 18-Loch-Plätzen das Schwergewicht der Golf-Region. Der Stadium Course wurde im vergangenen Jahr zum schönsten Golfplatz Spaniens gekürt. Die Fairways gleichen einem grünen Samt-Teppich, eingerahmt von hohen Bäumen und unzähligen weißen Sandbunkern. Die meist erhöhten Abschläge garantieren den Golfern unvergessliche Ausblicke. Der etwas einfacher zu spielende Tour-Course steht seinem großen Bruder in Sachen Schönheit in nichts nach. Viele Tour-Spieler wie der Düsseldorfer Maximilian Kieffer kommen jedes Jahr zur Saisonvorbereitung in „Europas Golf-Resort des Jahres 2015″.

3. Tag Golf Club Peralada

Platz-Designer: Jordi Soler Peix. Spielbahnen: 18 Löcher plus Neun-Loch-Kurz-Platz. Signature-Hole: Die 9. Spielbahn – ein 168 Meter langes Par 3. Wasser auf der rechten Seite, Aus auf der linken und gut platzierte Bunker vor dem Grün machen das Loch extrem schwer – vor allem, wenn noch der Tramontana-Wind aus den Pyrenäen über die Anlage pfeift. Greenfee: 60 bis 80 Euro (18 Löcher).

Bereits nach dem ersten Abschlag kehrt die große innere Ruhe ein. Der Par-71-Kurs ist 6071 Meter lang und dank nicht ganz so schwerer Löcher angenehm zu spielen. Anders als bei den ersten beiden Stationen der Reise, wo es eher um das sportliche Golfen ging, steht hier die Entspannung im Mittelpunkt. Der Platz ist von herrlichen Naturparks umgeben und gehört zu einem Fünf-Sterne-Hotel im Landhaus-Stil. „Wir haben hier viele Gäste, die eine schöne Runde Golf, einen guten Wein und die Ruhe zu schätzen wissen“, erklärt Petra Darmstädter, die Sales-Managerin des Clubs.

4. Tag Club de Golf Llavanearas

Platz-Designer: Ramon Espinosa, Alfonso Magí Sardà und Alfonso Vidaor. 18 Spielbahnen. Signature-Hole: Die 17. Spielbahn – von dem erhöhten Abschlag des nur 262 Meter langen Par 4 genießt man eine atemberaubende Aussicht auf das Mittelmeer. Greenfee: 75 bis 150 Euro (18 Löcher).

Der Club de Golf Llavanearas ist der viertälteste Golfclub Kataloniens, 1945 gegründet, und liegt direkt an der Küste. Der terrassenförmig angelegte Par-70-Kurs ist zwar nur 5028 Meter kurz, verlangt aber wegen seiner engen Spielbahnen auch den ambitionierten Spielern golferisch alles ab. Fast von jedem Abschlag aus hat man einen spektakulären Blick auf das Meer. Ein faszinierendes Erlebnis.

Quelle: RP